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Der Eisturm

Am westlichen Ende der Brauerei erhebt sich ein markantes, in Backsteingotik erbautes Gebäude: der Eisturm der Drei Kronen.

Vor Erfindung der ersten Kältemaschine durch den Franken Carl von Linde, der um 1880 in einer Brauerei die erste „Kältetechnische Anlage“ der Welt errichtete, war es nicht möglich Eis maschinell herzustellen. Also brauten die Brauer ihre Würze in der Ortschaft und pumpten sie Abends auf das Kühlschiff unter dem Dach. Die Luft der Nacht kühlte es dann ab. Am nächsten Morgen fuhr man in großen Holzfässern die Würze in die Bierkeller zum Lagern. Bis es eben im Gasthaus gebraucht wurde.

Damit sich der Keller im Sommer nicht aufheizte, wurde auf dem Boden heller Kies gestreut, der die Sonnenstrahlen reflektierte. Schattenspendende Bäume hielten den Ort kühl. Die Gäste merkten schnell, dass das Bier am frischesten schmeckte, wo es gelagert wurde. Die Brauer stellten auf dem Keller Tische und Bänke auf, die Gäste brachten die Brotzeit selbst mit. So ist die fränkische Kellerkultur entstanden und ab 20 Grad und trocken ist „Kellerwetter“ und der Bamberger geht „auf´n Keller“. Auch die „Drei Kronen“ hatten einen Keller, der war Nordseitig gelegen, also Richtung Drosendorf. Für das Bier war der Keller gut, weil es der kälteste war. Für das Geschäft war dies eher schlecht, weil es wirklich der kälteste Keller war …

Des Fasstransportes Leid, baute Nüßlein 1880 den Eisturm. Er ist 20m hoch und fasste unglaubliche 1100 m³ Eis. Hinter der jetzigen Memmelsdorfer Tankstelle befand sich der Eisweiher. Im Winter, wenn der Weiher gefroren war, ging es an das „Eisen“. Saisonarbeiter zogen mit riesigen Baumsägen los, schnitten das Eis in Brocken, luden dieses auf und fuhren es in den Ort. Mittels eines Aufzuges wurde das kostbare Gut nach oben transportiert und in den Eisturm geworfen. Damit konnte man das Bier kühl halten. Das „Eisen“ war ein willkommenes Zubrot, zwar anstrengend, aber auch sehr gesellig. Und wer nicht aufpasste und auf den glatten Eisschollen ausrutschte, der brauchte beim Feierabendbier nicht für Spott zu sorgen.

Da es auch früher schon milde Winter gab, in denen es nicht möglich war Natureis zu erhalten wurde unser Eisturm für eine zweijährige Nutzung gebaut. Eis war ein kostbares Gut, wenn das Eis vor der Zeit zu Ende war, war die Brauerei am Ende. Daher war ein Schild an der Kellertür mit dem Hinweis angebracht: „Türe offen lassen=Selbstmord“. Der Eisturm war bis 1963 in Betrieb und ist heute ein Industriedenkmal.

Fastenbier

- ab 5. März 2014 "am Hahn" - 

Das Fastenbier ist ein historisch begründetes Spezialbier, das seine Herkunft den Klöstern verdankt.

Der älteste Klosterbauplan von St. Gallen enthielt bereits im 9. Jahrhundert eine Braustätte.

In der Fastenzeit durfte man nur einmal am Tag feste Nahrung zu sich nehmen. Deshalb wurde zum Aschermittwoch ein spezielles, stärkeres Bier gebraut.

Je nach sozialem Status des Mönchs durfte er dann zwischen einem und vier Litern am Tag trinken.

Es wurde überliefert, dass ein eifriger Mitbruder dieses Treiben anprangerte und einen Brief nach Rom schickte. Die Herren in Rom – heute noch extrem weinlastig – schrieben zurück, man kenne dies Getränk nicht und möge eine Probe schicken.

Also füllte man ein Fässchen ab und schickte es auf die lange Reise. Man kann sich vorstellen in welchem Zustand das Bier ankamJ

Die Antwort aus Rom lautete sinngemäß:

„Es bestehen keine Bedenken gegen die Verwendung. Im Gegenteil, dieses Gebräu zu trinken ist ein besonderes Fastenopfer.

 

Unser Fastenbier hat eine gold leuchtende Farbe die an Lärchenholz erinnert. Das fruchtig frische Aroma nach Ananas, wird begleitet von einer Karamell- Bisquitnote. . Der Antrunk wird von Kohlensäure dominiert, die sich leicht moussierend auf die Zunge legt. Danach entwickelt sich der malzige vollmundige Körper. Eine  leichte lang anhaltende Bitterkeit lädt zum Weitertrinken ein.

Ein Bier, nicht nur für Zölibatisten.

 

Alkoholgehalt: 4,9%
 
 
0,5l   2,80 €
 
0,3l   2,00 €

 - oder als Versucherla -
0,1l   1,20 €

 
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